Zu Nmn wird viel diskutiert, selten mit Kontext. Hier stehen zuerst die Grundlagen in geordneter Reihenfolge, danach die praktischen Hinweise.
Geprüft am 2025-12-07. Was noch umstritten ist, wird als umstritten gekennzeichnet.
Durch die Besetzung Norwegens konnte sich Deutschland die Vorkommen in Knaben sichern, für die Alliierten deckten vor allem die Vereinigten Staaten den Bedarf an Molybdän, die 1943 ca. 90 % der Weltproduktion an Molybdän herstellten. Der Großteil stammte dabei aus der Climax-Mine in Colorado. Einen ersten Hinweis auf eine biologische Bedeutung fand Hermann Bortels 1930, als er eine positive Wirkung von Molybdän auf das Wachstum von Azotobacter chroococcum in stickstofffreier Nährlösung feststellte, das Element somit an der Stickstofffixierung beteiligt sein muss. 1932 entdeckte Henri ter Meulen, dass Pflanzen Molybdän aus dem Boden aufnehmen und anreichern. 1953 wurde erstmals ein konkretes Enzym, die Xanthinoxidase, ermittelt, in dem Molybdän als Cofaktor wirkt, 1954 und 1971 folgten Aldehydoxidase und Sulfitoxidase. Ab 1980 wurde die Struktur des Molybdän-Cofaktors ermittelt.
Quellen: de.wikipedia.org
Molybdän ist geochemisch ein vielseitiges Element, das abhängig von den Bedingungen wie Druck und Temperatur siderophile (eisenliebende), chalkophile (schwefelliebende) oder lithophile Eigenschaften aufweist. Zudem ist das Element redox-sensibel und kann je nach äußeren Bedingungen vom vier- in den sechswertigen Zustand oxidiert und umgekehrt reduziert werden. Bei der Entstehung der Erde sank ein Großteil des Molybdäns in den Erdkern, es wird geschätzt, dass über 99 % des sich auf der Erde befindenden Molybdäns im Erdkern ist und dieser einen Molybdängehalt von 5,5 ppm besitzt. Der durchschnittliche Molybdängehalt in der oberen kontinentalen Erdkruste beträgt 1,1 ppm. Für die Verteilung des Elementes sind die beiden Oxidationszustände +4 und +6 und die unterschiedlichen Eigenschaften von vier- und sechswertigem Molybdän relevant. Einen großen Einfluss hat vor allem der Umstand, dass vierwertiges Molybdän in wässrigen Lösungen unlöslich, sechswertiges dagegen sehr gut löslich ist. In magmatischen Gesteinen enthalten Silikate wie Quarz, Biotit und Amphibol kaum Molybdän, höhere Gehalte finden sich in stark verwitterungsbeständigen, titanhaltigen Phasen wie Titanit, Ilmenit und Magnetit. Molybdän kann sehr gut durch hydrothermale Lösungen gelöst werden und sich etwa in Porphyr-Gesteinen anreichern und reiche Erzlagerstätten bilden. Die genauen Vorgänge bei der Bildung dieser Lagerstätten sind jedoch noch nicht bekannt. Molybdän gelangt als Molybdat über die Flüsse in die Ozeane und ist dadurch das häufigste Übergangsmetall (Konzentration 105 nmol/kg) im Ozean.
Quellen: de.wikipedia.org
Es besitzt eine Verweilzeit von etwa 800.000 Jahren. Wichtigste Senken für Molybdän sind Manganknollen und Ferromangankrusten, in denen das Molybdat entweder zusammen mit Mangan- und Eisenoxiden gefällt wird oder mit Schwefelwasserstoff reagiert und Thiomolybdat bildet. In euxinischen Sedimenten wird das Molybdat dann durch Reaktion mit Eisensulfiden oder organischem Material zu Molybdän(IV)-sulfid reduziert. Darum ist in derartig entstandenem Schwarzschiefer besonders viel Molybdän enthalten. Molybdän bildet eine Vielzahl verschiedener Minerale vorwiegend als Sulfid, Molybdat und Oxid. Das weitaus häufigste und wichtigste Mineral ist Molybdänit MoS2, daneben wurden auch die Molybdate Wulfenit Pb(MoO4), Powellit Ca(MoO4) und Ferrimolybdit Fe2(MoO4)3 · nH2O sowie die Oxide Molybdit MoO3 und Ilsemannit Mo3O8 · nH2O und das Sulfid Jordisit MoS2 häufiger gefunden. Insgesamt wurden (Stand 2026) 92 molybdänhaltige Minerale von International Mineralogical Association (IMA) anerkannt.
Quellen: de.wikipedia.org
Das Gebiet mit der größten bekannten Menge an Molybdänerzen liegt im Qinling-Gebirge in der Volksrepublik China. Die dortigen Reserven werden auf über fünf Millionen Tonnen Molybdän geschätzt. Der durchschnittliche Molybdängehalt etwa der großen Lagerstätte Jinduicheng im östlichen Qinling-Gebiet liegt bei 0,099 %. Weitere sehr molybdänreiche Erze wurden in den Vereinigten Staaten, insbesondere in Colorado gefunden. So enthielt das in der Climax-Mine abgebaute Erz 0,24 % Molybdän, in der nahegelegenen Henderson-Mine 0,17 %. Porphyrische Kupferlagerstätten enthalten bis zu 0,04 % Molybdän. Große Lagerstätten liegen vor allem in den Anden und den Rocky Mountains und werden in Tagebauen wie Chuquicamata und El Teniente in Chile oder Toquepala in Peru abgebaut, und das Molybdän wird als Nebenprodukt bei der Kupferproduktion gewonnen. Molybdän in gediegener, das heißt elementarer Form konnte bisher nur in sieben Vorkommen nachgewiesen werden (Stand 2026): Auf der Erde in Gesteinsproben aus der Bobruisk-Ringstruktur bei Babrujsk in Belarus, vom Vulkan Korjakskaja Sopka auf der Halbinsel Kamtschatka und im Gebiet Schirokopadninskaja (russisch Широкопаднинская) in der Region Primorje in Russland, dem Tagebau Aitik bei Gällivare in Schweden sowie in drei Gesteinsproben des Mondes vom Apollonius-Hochland (Luna 20), dem Mare Crisium (Luna 24) und dem Mare Fecunditatis (Luna 16). Da die Entdeckungen allerdings ohne Prüfung durch die IMA/CNMNC veröffentlicht wurden, gilt der Status von Molybdän als Mineral bisher nicht als gesichert, auch wenn es die Mineral-System-Nr.
Quellen: de.wikipedia.org
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